Dichterfreunde – Schriftsteller und Verlage auf Facebook

In der Neue Zürcher Zeitung schreibt Roman Bucheli über Dichterinnen und Dichter auf Facebook – Nora-Eugenie Gomringer, Clemens J. Setz, Raphael Urweider und Alex Capus – wie sie sich verkaufen und wie Lyrik bei Facebook funktioniert.

«Facebook ist in etwa wie Lyrik – jeder schreibt, kaum einer liest.» Dass mir ausgerechnet der Lyriker Raphael Urweider solches antwortet auf die Frage, was er da tue und warum, hat mich nur einen Augenblick lang verwundert. Das soll Lyrik sein, was man hier liest, oder immerhin «wie Lyrik»? Es ist reine Koketterie. Denn mag es auch zutreffen, dass zwar manch einer Verse dichtet, aber kaum einer sie liest, so gilt für Facebook und zumal für die Sites der Dichter: So viele Leser hatte mancher noch nie in seinem Leben. Wahr ist auch: Was die Dichter hier schreiben (so sie denn schreiben und nicht nur Bilder und Filme oder nach oben gereckte Daumen posten), klingt vielleicht noch nicht wie ein Gedicht, aber jedenfalls wie etwas, aus dem einmal ein Gedicht werden könnte.

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