“Sinnvolles Blau” – My Blue Story

Blauer Himmel und davor ein Holzbrett mit einem Regenbogen draufgemalt

Foto: Lena Cramer / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)

Freunde, die absichtlich nicht bei Facebook sind, scheinen sich meistens intellektueller und freier zu fühlen. Sie würden ihre Zeit lieber mit etwas “Sinnvollem” verbringen und lieber im “Offline” als im “Online” leben.

Ich verbringe viel Zeit in Sozialen Netzwerken. Schon lange unterscheide ich nicht mehr zwischen on- und offline. Das Internet gehört zu meinem Leben dazu. Der tägliche Check bei Facebook und Twitter gehört zu meinem Alltag, wie der morgendliche Kaffee. Dass ich mich aufgrund der Nutzung von Facebook dümmer, eingeschränkter oder zeitvergeudend fühle, kann ich nicht behaupten. Ganz im Gegenteil. Ich mag es zu lesen, was Freunde und Bekannte posten. Täglich werden mir politische Artikel, interessante Blogs oder lustige Videos in meine Timeline gespült.

Oder aber ich lese, dass ein alter Schulfreund frisch nach Berlin gezogen ist und schreibe ihm daraufhin eine Nachricht, ob wir uns die Tage mal wieder treffen wollen. Nach acht Jahren haben wir uns letzte Woche wiedergesehen. Unsere Begrüßung war herzlich, wir haben viel gelacht, über frühere Schulzeiten geredet und über unsere alten Lehrer gelästert. Ohne Facebook wäre ich gar nicht auf ihn aufmerksam geworden und hätte die Idee entwickelt, mich mal wieder mit ihm zu treffen.

Nun stellt sich die Frage, ob ich dieses Wissen ohne die Sozialen Netzwerke überhaupt vermisst hätte. Ich habe darauf keine Antwort. Aber was ich nicht weiß, macht mich auch nicht heiß.

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